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Unser Leistungsspektrum

Therapierahmen

Die medikamentöse, einzel-, gruppenpsychotherapeutische, soziotherapeutische, arbeits- und beschäftigungstherapeutische Therapieplanung wird in einer Teamkonferenz festgelegt. Im Rahmen derselben werden, individuell für jeden einzelnen Patienten, sog. Zeitpläne (Dauer des Aufenthaltes aus hiesiger Sicht und Beginn der jeweiligen Lockerungsstufen) auf der Grundlage der juristischen Gegebenheiten, der Behandlungsmöglichkeiten und Therapiefortschritte sowie der Prognosekriterien erarbeitet und angepasst. Psychotherapeutisch kommen in der Regel modifizierte verhaltenstherapeutische Programme zur Anwendung. Neben diesen werden die in der modernen Psychiatrie üblichen Therapiemittel eingesetzt.

Lockerungsstufen

Verstöße gegen die Hausordnung, Suchtmittelrückfälle und evtl. Gewalttätigkeiten haben neben der therapeutischen Bearbeitung Sanktionen zur Folge.

Nur stufenweise kommen, je nach Behandlungsfortschritt, Lockerungen der Unterbringung (z.B. organisierte Freizeitaktivitäten unter pflegerischer Aufsicht) in Betracht. Bei fortgeschrittenem und komplikationslosem Therapieverlauf erfolgt schließlich die Verlegung auf "freier" geführte Stationen (F 3 - F 9).

Wiederum abhängig von Therapieverlauf und Therapiefortschritten, kommen weitere Lockerungsmaßnahmen (Arbeitstherapie im Krankenhausgelände unter pflegerischer Aufsicht, Hofgang im Klinikgelände, Ausgang nach Wasserburg, Tagesbeurlaubungen, Urlaube mit Übernachtung etc.) zur Anwendung.

Wiedereingliederung

Bei vielen Patienten findet im Rahmen des Maßregelvollzuges eine mehrmonatige Arbeitserprobung in einem externen Betrieb statt mit dem Ziel, bei Entlassung aus dem Maßregelvollzug bereits über einen Arbeitsplatz und somit einen günstigen sozialen Empfangsraum zu verfügen. Lockerungen der Unterbringung (ab Stufe Hofgang) erfolgen prinzipiell nach Information und Zustimmung der jeweiligen Strafvollzugsbehörde (Staatsanwaltschaften). Somit ist eine enge Zusammenarbeit mit den Justizbehörden erforderlich bzw. unabdingbar. Eine Entlassung aus dem Maßregelvollzug setzt immer eine diesbezügliche gerichtliche Entscheidung (Strafvollstreckungskammer) voraus. Bei Entlassung aus dem Maßregelvollzug tritt in der Regel Führungsaufsicht ein und dem jeweiligen Patienten wird ein Bewährungshelfer zur Seite gestellt, der die Einhaltung der vom Gericht bestimmten Bewährungsauflagen (z.B. Therapieauflagen) überprüft. Unsere Patienten werden nach Entlassung i.d.R. über unsere forensische Sicherungsnachsorgeambulanz ("FOSA") engmaschig und über Jahre weiter betreut.

 

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